GESUNDHEIT

Die Achtung der Menschenwürde und das Recht auf Selbstbestimmung sind Grundwerte der Krankenpflege. Eine qualitativ gute Gesundheitsversorgung, die der ganzen Bevölkerung zugänglich ist, ist für mich daher ein ganz zentrales Anliegen. Dafür setzte ich mich seit Jahren im Berufsverband der Pflegefachpersonen (SBK) ein. Jetzt möchte ich dieses Engagement auch auf der kantonalen Ebene als Grossrätin weiter führen. Ich setze mich dafür ein, dass die Versorgung weiterhin dezentral organisiert ist, – damit die Notfallversorgung gewährleistet ist und sich Hausärzte auch in den Regionen niederlassen.

 

Versorgungsplanung – flächendeckende Gesundheitsversorgung

Als Gemeinderätin von Worben habe ich versucht, einen Nachfolger für den Dorfarzt zu finden- leider erfolglos. Der Hausarztmangel wird auch bei uns in Zukunft immer offensichtlicher. Viele der praktizierenden Ärzte sind im Pensionsalter und werden in den nächsten Jahren ihre Praxistätigkeit beenden. Damit unsere Regionen auch weiterhin eine gute Grund- und Notfallversorgung anbieten können, sind wir auf Hausärzte angewiesen. Damit sich neue Ärzte in den Regionen niederlassen, braucht es die Spitäler in den Regionen. Diese müssen gute Versorgungsangebote anbieten können und auch die Notfallmedizin abdecken.Kurze Anfahrtswege und die Sicherung von Arbeitsplätzen sind weitere Pluspunkte, die für eine solche Strategie sprechen. Der Kanton ist Hauptaktionär der öffentlichen Spitäler und somit kann der Grosse Rat die Versorgung steuern.

 

Gesundheitspersonal und Qualität in der Pflege und Betreuung

Um unsere Gesundheitsversorgung auch in Zukunft sicherstellen zu können braucht es nicht nur ausreichend Personal – sondern auch solches mit der richtigen Ausbildung. Die Rekrutierung von Pflegepersonal ist in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden und die durchschnittliche Verweildauer im Beruf ist mit 10 bis 15 Jahren sehr tief. Eine Reduktion der Arbeitsbelastung des Personals und der Richtige Einsatz der verschiedenen Berufsgruppen würde helfen, das Arbeitsfeld der Pflege attraktiver zu machen.  Der Einsatz entsprechend der erlernten Kompetenzen garantiert ebenfalls die Qualität der Pflege und Betreuung und hilft Kosten zu sparen.

Der seit Jahren bestehende Personalschlüssel in der Langzeitpflege bietet diese Qualitätssicherheit. Ich setzte mich dafür ein, dass dieser bestehen bleibt und nicht aus Spargründen Qualitätseinbussen in Kauf genommen werden müssen. Ich bin überzeugt, dass die kantonale Gesundheitsversorgung in Zukunft auf gute Alters- und Pflegeheime angewiesen sein wird um die Übergangspflege zu gewährleisten.

Im Gesundheitswesen wird immer mehr Wettbewerb gefordert – da ist es unerlässlich, dass die Anstellungsbedingungen in Gesamtarbeitsverträgen geregelt werden, auch und gerade im Hinblick auf die Personenfreizügigkeit. Ich erachte es als wichtig, dass das Personal über feste Verträge angestellt wird, damit es nicht die auftragsbedingten Schwankungen auffangen muss. Ebenfalls setze ich mich für eine einheitliche Regelung der Anfangslöhne ein, damit keine Diskriminierung der Frauenlöhne stattfindet.

Die Arbeitsbedingungen sind in der Pflege und Betreuung von zentraler Bedeutung und es wurde in Studien nachgewiesen, dass sie ausschlaggebend sind für das Verbleiben im Beruf. Daher kommt dem Vollzug des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) eine grosse Bedeutung zu.

 

Vereinbarkeit Familie und Beruf

Gerade im Gesundheitswesen sind wir darauf angewiesen, dass Frauen und Männer Beruf und Familie kombinieren können – der Personalmangel würde sich sonst zusätzlich verschärfen. Ich setze mich dafür ein, dass es mehr familienergänzende Angebote ein.



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